Was kostet eine Website in der Schweiz? Ratgeber und Vergleich.

Warum geben Webagenturen ihre Preise in der Regel nicht bekannt? Warum gibt es so grosse Preisunterschiede? In diesem Ratgeber geben wir Ihnen eine Preiseinschätzung und zeigen Ihnen, wie Sie bei bestimmten Dienstleistungen sparen können.

Wie schätzt man den Preis für eine Website?

In der Regel verraten nur preisgünstige Agenturen ihre Preise. Sie können dies tun, weil ihre Designs geklont und die Grundfunktionen der Website eindeutig begrenzt sind. Angegeben werden nur die Mindestpreise. Jede zusätzliche Funktion oder Seite ist kostenpflichtig.

Ohne Anfertigung einer genauen Leistungsbeschreibung, kann der Preis für eine professionell personalisierte Website unmöglich geschätzt werden. Je nach Komplexität, Anzahl von Seiten und Details im Design können die Kosten einer Website zwischen tausend und mehreren hunderttausend Franken liegen.

Nichtsdestotrotz kann eine Schätzung anhand von Beispielen vorgenommen werden:

Preisbeispiele für Websites in der Schweiz

Nehmen wir das Beispiel einer relativ einfachen Website im Umfang von 5 bis 10 Seiten mit folgenden Standardfunktionen: Homepage, Präsentation der Produkte und des Unternehmens sowie ein Kontaktformular. In diesem Fall geht es nicht um einen Online-Shop oder interaktive Funktionen.

Wir schätzen im Folgenden den Preis, den Webagenturen in der Schweiz berechnen würden (Schätzung ohne Gewähr, da es oft Unterschiede unter den Kantonen wie den Agenturen gibt). Weiter unten erfahren Sie Preise von Freiberuflern und andere Alternativen zur Einsparung von Kosten.

Zwischen 1 000 und 7 500 Franken

In diesem Preissegment müssen Sie der Agentur in der Regel die Texte und Bilder schicken, die Sie auf Ihrer Website haben möchten. Die Agentur wird dann eine Vorlage auswählen, diese mit ihren Inhalten befüllen und online stellen. Das war’s. Denken Sie an den Kauf eines Hauses. Eine solche Website wäre das Pendant zu einem schlüsselfertig gelieferten Haus.

Idéal, wenn Sie ein persönliches Projekt nicht-kommerzieller Natur haben oder ein kleines Unternehmen besitzen. Zum Einstiegspreis sind Sie minimal präsent im Internet und können Ihre aktuellen Kunden über Ihr Angebot und Ihr Unternehmen informieren. Eine Seite in dieser Preisklasse wird Ihnen jedoch nicht helfen, sich von Ihren Mitbewerbern zu unterscheiden oder neue Kunden zu gewinnen.

Zwischen 7 500 und 15 000 Franken

Dies ist der Mindestbetrag für einen an Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe angepassten Seitenentwurf und dessen Umsetzung. Je nach Agentur erhalten Sie Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung der Inhalte und Fotos. Zurück zum Vergleich mit dem Hausbau: Hier haben Sie es mit einem Architekten zu tun, der die Örtlichkeit besucht und ein Haus nach der Beschaffenheit des Grundstücks und dem einfallenden Sonnenlicht gestaltet.

Idéal, wenn Sie ein Unternehmer, Start-up oder KMU sind und der Website ein etwas professionelleres und wettbewerbsfähigeres Aussehen verleihen möchten.

Ab 15 000 Franken

Hier stehen Ihnen verschiedene Spezialisten zur Verfügung. In den meisten Fällen wird Ihnen neben dem Web-Designer ein Marketing-Experte helfen, Ihre Website unter Ihren Konkurrenten sichtbar zu machen. So, als ob der Architekt Ihres Hauses ein Konzept erstellt, das Ihren Lebensstil oder lokale Baumaterialien und -methoden berücksichtigt.

Idéal, wenn Sie ein KMU sind, das sich als Marktführer positionieren, das Markenimage stärken oder den Kundenstamm vergrössern möchte.

Ab 30 000 Franken

Wenn Sie Ihre Villa in einem Architekturmagazin sehen wollen, sind Sie hier genau richtig. Agenturen mit solchen Preisen sind die Herzog & de Meuron im Web. Sie bauen komplexe und innovative Websites, werden für ihre Arbeiten ausgezeichnet und arbeiten für grosse Schweizer Unternehmen wie Postfinance oder Nestlé. Sie arbeiten teilweise mehrere Jahre an einem Projekt und ihr Stundensatz gehört zu den höchsten der Branche. Die Kosten für solche Websites können hunderttausende von Franken erreichen.

Idéal, wenn Sie ein grosses KMU mit sehr spezifischem Bedarf oder ein grosses Unternehmen sind.

Wie Sie sehen: Je mehr Zeit eine Agentur mit Ihrer Seite verbringt, und je besser der Ruf der Agentur ist, desto höher fällt die Rechnung aus.

Wie kann man sparen?

1. Erstellen Sie Ihre eigene Website

Dank Angeboten wie Squarespace oder shopify, (für E-Commerce) ist es möglich, eine eigene Website ohne Programmierkenntnisse zu erstellen.

Vorteile

  • Der Preis. Hier ist nur eine sehr geringe Investition nötig (zwischen 15 und 30 Franken pro Monat), ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen.
  • Zugriff auf mehrere Standardfunktionen. Es ist möglich, Funktionen wie Videos, Fotogalerien, etc. mit wenigen Klicks hinzuzufügen; einige sind kostenlos, andere erhält man nur gegen Aufpreis.

Nachteile

  • Zeitaufwendig. Sie benötigen Zeit, um die Inhalte richtig zusammenzustellen, zu erfassen und Ihre Website zu bewerben.
  • Begrenzte Wirkung. Die Realisierung einer Website erfordert Fähigkeiten auf unterschiedlichen Gebieten – etwa Design, Fotografie, Typografie und Marketing. Diese Bereiche müssen zusammenwirken, um eine effiziente Website ins Leben zu rufen.
  • „Me-too“-Design. Selbst für den Fall, dass die Design-Vorlage angepasst wird, kann die Website ein starkes Déjà-vu-Gefühl vermitteln, wenn die gleiche Vorlage bereits von Tausenden anderen Websites verwendet wurde.

Ideal, wenn Sie eine persönliche Website oder eine kleine E-Commerce-Seite erstellen wollen, mit der Sie handgefertigten Schmuck oder selbstbedruckte T-Shirts verkaufen möchten.

Tipp: Zuerst sollten Sie sich einlesen – zum Beispiel auf einschlägigen Blogs. Lernen Sie, was SEO ist, und wie Sie Ihre Website sichtbar machen. Probieren Sie mehrere Tools aus, bevor Sie sich für eines entscheiden; alle haben Vor- und Nachteile.

2. Lassen Sie Ihre Website im Ausland erstellen

Mit den viel niedrigeren Stundensätzen scheinen die Länder Osteuropas, des Maghreb und Asiens auf den ersten Blick eine gute Alternative zu sein. Erfahren Sie hier die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteil

  • Kosten, die bis zu drei- oder sogar viermal niedriger sind als in der Schweiz. In Indien macht man Ihnen sogar eine Website inklusive Corporate Design für ein paar hundert Franken.

Nachteile

Abgesehen vom Dumping-Problem haben die im Ausland erstellten Websites zwei entscheidende Mängel im Vergleich zu Seiten von Anbietern aus der Schweiz:

  • Sehr schwankende Qualität. Die Sorgfalt bei der Umsetzung ist bestenfalls durchschnittlich und im schlimmsten Fall sogar mittelmässig: schlechtes Design, Bugs, Rechtschreibfehler, Langsamkeit, etc. Zu beachten ist auch, dass das Design mit der Kultur verbunden ist. Bei den Codes und Vorlieben gibt es insbesondere zwischen Asien und Europa grosse Unterschiede.
  • Zusätzliche Kosten für Koordination und Kontrolle. Die Realisierung einer Website erfordert häufige Kommunikation und regelmässige Gespräche von Angesicht zu Angesicht, da jedes Detail unterschiedlich interpretiert werden kann. Ein Projekt mit einer ausländischen Agentur zu koordinieren und zu steuern, ist sogar für einen Profi schwierig und zeitaufwendig.

Ideal für eine persönliche Website oder ein kleines Unternehmen mit einem sehr kleinen Budget.

Tipp: Überprüfen Sie die Referenzen der von Ihnen beauftragten Agenturen. Stellen Sie sicher, dass diese Ihnen die Qualität liefern können, die Sie erwarten. Seien Sie bereit, Zeit zu investieren, um Ihr Projekt zu koordinieren und zu überwachen.

3. Stellen Sie einen lokalen Freiberufler ein

Freiberufler haben ähnliche Fähigkeiten wie Web-Agenturen, rufen aber einen niedrigeren Preis auf – Sie müssen nur den Richtigen wählen.

Vorteile

  • Der Preis. Ohne feste Struktur, ohne Hierarchie und ohne zeitraubende interne Meetings haben Freiberufler deutlich niedrigere Fixkosten und können daher einen vorteilhaften Stundensatz anbieten, der zwischen 25% und 50% unter dem einer Webagentur liegt.
  • Nähe und Personalisierung. Der Freelancer ist Ihr einziger Ansprechpartner. Anders bei der Agentur: Hier arbeiten Sie mit Verkäufern, Projektmanagern, Designern und Programmierern zusammen.
  • Fähigkeiten. Viele Freiberufler sammeln Erfahrungen in Webagenturen, bevor sie ihr eigenes Unternehmen gründen. Sie verfügen daher häufig über eine hohe Expertise.

Nachteile

  • Kompetenzen in anderen Disziplinen. Freiberufler sind oft auf ihre Grundausbildung spezialisiert und verfügen möglicherweise nicht über Kenntnisse in anderen Disziplinen. Wenn Ihr Freiberufler ein reiner Programmierer ist, achten Sie auf die Qualität des von ihm angefertigten Designs. Andersherum: Ist er ein Designer, fragt sich, ob er Ihre Website bei Google sichtbar machen kann? Wenn er jedoch ein Marketing-Experte ist, stellt sich die Frage, ob er Ihre Seite selbst aufbaut oder sie im Ausland erstellen lässt?
  • Zuverlässigkeit. Der Mythos vom Freiberufler, der mitten im Projekt verschwindet, steckt leider immer noch in den Köpfen. Einige Freiberufler sind tatsächlich weniger zuverlässig bei der Einhaltung von Fristen als andere.

Ideal, wenn Sie ein Unternehmer oder ein KMU-Manager sind, der Wert auf Qualität und persönlichen Kontakt legt.

Tipp : Informieren Sie sich über den Karrierepfad und die Referenzen des Freiberuflers. Wählen Sie einen, der in allen drei Bereichen (Design, Programmierung und Marketing) über ein solides Fundament verfügt.

Zusammengefasst

Wie Sie sehen: Die passende Lösung hängt von der Grösse Ihres Unternehmens, Ihrem Bedarf und Ihren Zielen ab.

  • Die Erstellung einer qualitativ hochwertigen Website erfordert Zeit und Arbeitskraft.
  • Die Realisierung einer Website erfordert Kenntnisse in verschiedenen Bereichen (Design, Programmierung und Marketing).
  • Die Preisunterschiede bei Webagenturen hängen vom Ruf der Agentur und dem Aufwand für die Umsetzung der Website ab.
  • Auf den ersten Blick ist es vorteilhaft, ihre Website im Ausland erstellen zu lassen. Oft leidet jedoch die Qualität. Ausserdem verursacht die schwierige Koordination teilweise erhebliche Mehrkosten.
  • Freiberufler sind bei vergleichbaren Fähigkeiten eine viel günstigere Alternative, wenn Sie den Richtigen beauftragen.
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